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Montag, 29. Oktober 2018

Beitragssprung in der gesetzlichen Pflegeversicherung

Allenthalben hört man von prall gefĂŒllten Sozialkassen, der guten BeschĂ€ftigungssituation sei Dank. So soll demnĂ€chst der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung deutlich sinken. Da ĂŒberrascht es zunĂ€chst, dass der Beitragssatz der gesetzlichen Pflegeversicherung bald einen Sprung nach oben vollziehen soll – um satte 0,5 Prozent. Bis vor Kurzem war noch von 0,3 Prozent die Rede. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich nun jedoch fĂŒr ein halbes Prozent Aufschlag zum 1. Januar 2019 entschieden. „Wenn wir mehr PflegekrĂ€fte wollen und wenn wir sie besser bezahlen wollen, dann wird das mehr kosten“, begrĂŒndet Spahn die PlĂ€ne. 

Der FachkrĂ€ftemangel ist jedoch nicht der einzige Grund, warum die Pflegeversicherung trotz BeschĂ€ftigungsboom mehr Geld braucht. Hinzu kommt, dass die Zahl der PflegebedĂŒrftigen und damit der Anspruchsberechtigten – aufgrund der alternden Gesellschaft – steigt. Außerdem wurden mit der jĂŒngsten Pflegereform die Leistungen leicht angehoben. 

FĂŒr die PflegebedĂŒrftigen und ihre Angehörigen wird die finanzielle Belastung dadurch allerdings kaum geringer: Infolge der Leistungserhöhung sind auch die Pflegekosten deutlich nach oben gegangen. Ohne private Vorsorge muss im Pflegefall weiterhin pro Monat ein potenziell vierstelliger Eigenanteil aufgebracht werden.